UVV-Prüfung für Firmenwagen: Pflichten, Umfang und Fristen
Als Verantwortlicher für den Fuhrpark müssen Sie die UVV-Prüfung für Fahrzeuge im Blick behalten. Ohne klare Abläufe entstehen Haftungsrisiken, Bußgelder und unnötige Ausfallzeiten.
UVV-Prüfung Firmenwagen – Das Wichtigste in Kürze
- Jeder Firmenwagen muss mindestens einmal pro Jahr eine UVV-Prüfung nach DGUV Vorschrift 70 durchlaufen.
- Das Unternehmen trägt die volle Verantwortung für die Durchführung und Dokumentation der UVV-Prüfung.
- Die UVV-Prüfung eines Firmenwagens umfasst sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Arbeitssicherheit.
- Mit LeasingCockpit lassen sich UVV-Fristen zuverlässig überwachen und alle Prüfberichte zentral speichern.
Was ist die UVV?
Die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) sind verbindliche Regeln der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Sie legen fest, wie Arbeitsmittel, darunter auch Firmenwagen, sicher betrieben und regelmäßig geprüft werden müssen. Grundlage ist die DGUV Vorschrift 70 „Fahrzeuge“.
Was schreibt die UVV für Firmenwagen vor?
Die Unfallverhütungsvorschrift „Fahrzeuge“ verpflichtet Unternehmen, alle dienstlich genutzten Fahrzeuge regelmäßig prüfen zu lassen. Ziel ist ein betriebssicherer Zustand, der sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Arbeitssicherheit umfasst. Für Firmenwagen gilt: mindestens einmal im Jahr muss eine Prüfung durch eine sachkundige Person erfolgen.
Rechtsgrundlagen der UVV bei Pkw
- DGUV Vorschrift 70 §57: jährliche Prüfung auf Betriebssicherheit.
- Arbeitsschutzgesetz und DGUV Vorschrift 1: jährliche Fahrerunterweisung.
- StVZO: Pflichtausstattung mit Warndreieck, Verbandkasten und Warnweste.
Damit liegt die Verantwortung klar beim Unternehmen, Prüfungen einzuhalten und Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren.
Welche Fahrzeuge fallen unter die Pflicht?
- Dienstwagen und Poolfahrzeuge.
- Transporter, Lkw und Anhänger.
- Fahrzeuge mit Sonderaufbauten oder Maschinen.
- Firmenwagen, die auch privat genutzt werden.
Die UVV gilt also nicht nur für den klassischen Pkw im Außendienst, sondern für den gesamten Fuhrpark, unabhängig von Größe und Nutzungsart.
Tipp für Fuhrparkverantwortliche
Alle UVV-Prüfungen, HU-Termine und Inspektionen lassen sich direkt in einer Fahrzeugakte steuern und dokumentieren. Mit LeasingCockpit behalten Sie Fristen, Nachweise und Kosten im Blick – ohne Excel-Listen oder verstreute Unterlagen.
Was wird in der UVV Prüfung bei Firmenwagen geprüft?
Die UVV-Prüfung deckt zwei Bereiche ab. Einerseits geht es um die Verkehrssicherheit, andererseits um die Arbeitssicherheit. Beide Aspekte müssen vollständig geprüft und dokumentiert werden.
Verkehrssicherheit der Fahrzeuge prüfen
Zu den Standardpunkten gehören:
- Bremsen
- Lenkung
- Beleuchtung
- Reifen und Felgen
- Karosserie
- Sicherheitsgurte
Arbeitssicherheit im Blick behalten
Hier wird kontrolliert, ob das Fahrzeug den Anforderungen an den Arbeitsschutz genügt. Dazu zählen:
- Ladungssicherung
- Arbeitsplatz in der Fahrerkabine
- freie Sicht und Spiegel
- ergonomische Bedienung
- Zusatzaufbauten und deren Sicherheit
Pflichtausstattung von Poolfahrzeugen
Die StVZO verlangt, dass Firmenwagen folgende Ausrüstung mitführen:
- Warndreieck
- Verbandkasten nach DIN-Norm
- Warnweste in ausreichender Anzahl
Unterschiede nach Fahrzeugtyp
Bei Pkw reicht meist die Standardprüfung. Für Nutzfahrzeuge, Lkw, Anhänger oder Sonderaufbauten kommen zusätzliche Prüfpunkte hinzu. Auch branchenspezifische Ausrüstungen wie Kräne oder Regalsysteme müssen erfasst und beurteilt werden.
Wie oft müssen Pkw nach UVV geprüft werden?
Die UVV-Prüfung für Firmenwagen ist mindestens einmal im Jahr fällig. Dieser Zeitraum darf nicht überschritten werden. Zusätzlich wird eine außerplanmäßige Prüfung erforderlich, wenn ein Fahrzeug nach einem Unfall repariert wurde, wenn An- oder Umbauten vorgenommen wurden oder wenn bei der täglichen Kontrolle Mängel festgestellt werden.
Wer ist zur Prüfung berechtigt?
Die Verantwortung liegt beim Unternehmen. Es kann die Aufgabe an eine fachkundige Person übertragen, bleibt jedoch in der Pflicht, den ordnungsgemäßen Ablauf sicherzustellen. Prüfen dürfen nur Personen, die durch Ausbildung, Erfahrung und Kenntnisse im Fahrzeugbereich als sachkundig gelten. Grundlage ist der DGUV Grundsatz 314-003, der die Anforderungen an befähigte Personen beschreibt.
In der Praxis bewährte Wege
- Interne Lösung: Werkstattleiter oder qualifizierte Mitarbeiter übernehmen die UVV-Prüfung.
- Externe Partner: Viele Unternehmen beauftragen spezialisierte Werkstätten oder Prüforganisationen, die neben HU oder Inspektion auch die UVV-Prüfung anbieten.
Beide Wege sind möglich, entscheidend ist ein sauberer Nachweis über die Fachkunde des Prüfers und eine lückenlose Dokumentation der Ergebnisse.
UVV-Prüfung in der Praxis: Ablauf, Prüfpunkte und UVV-Plakette
Die UVV-Prüfung beginnt mit einer präzisen Planung: Für jedes Fahrzeug werden Prüfdatum und verantwortliche Prüfperson festgelegt. Der Termin fällt spätestens ein Jahr nach der vorherigen Inspektion an.
Während der Prüfung arbeitet die sachkundige Person nach einem festgelegten Schema:
Sicht- und Funktionstest
Bremsen, Lenkung, Beleuchtung, Reifen und Scheibenwischer werden einzeln überprüft. Jede Leuchte, jeder Hebel und jede Dichtung muss einwandfrei funktionieren.
Notfallausrüstung kontrollieren
Verbandskasten, Warndreieck, Warnweste und gegebenenfalls Feuerlöscher werden auf Vollständigkeit und Unversehrtheit inspiziert.
DGUV G 314-003-Punkte abarbeiten
Lade- und Hebeeinrichtungen bei Nutzfahrzeugen, Sicherheitsgurte, Kopfstützen sowie elektrische und hydraulische Anschlüsse gelangen auf die Prüfliste.
Nach abgeschlossener Kontrolle geht es weiter zur Dokumentation.
Anbringen der UVV-Plakette
Die Prüfplakette kommt gut sichtbar an die Windschutzscheibe oder in den Motorraumdeckel.
Erstellung des Prüfprotokolls
Prüfdatum, Name der Prüfperson und festgestellte Mängel inklusive Fristen werden festgehalten.
Eintrag des nächsten Prüftermins
Das Fälligkeitsdatum landet im Kalender oder im Fuhrparkmanagementsystem, um Folgeprüfungen zuverlässig zu planen.
UVV-Checkliste für den Fuhrpark
Folgen Sie dieser Checkliste, um Ihre Prüfpflichten lückenlos zu erfüllen und Nachweise sicher zu dokumentieren:
Terminplanung anlegen:
- Legen Sie für jedes Fahrzeug Jahresfristen im Kalender an, idealerweise mit Erinnerungsfunktion.
- Vermerken Sie gekoppelt daran TÜV- und UVV-Termine, um Doppelprüfungen zu vermeiden.
Prüfprotokolle führen
- Nutzen Sie eine Vorlage, in der alle DGUV G 314-003-Punkte (Bremse, Lenkung, Elektrik, Reifen, Notfallausrüstung) abgehakt werden können.
- Dokumentieren Sie Datum, Prüfername und ermittelte Mängel samt Frist zur Behebung.
Unterweisungen belegen
- Planen Sie jährliche Schulungen für alle Fahrzeugnutzer ein.
- Sammeln Sie Teilnahmebescheinigungen und bewahren Sie diese sicher auf.
Mängelbehebung sicherstellen
- Überwachen Sie offene Mängel über eine Aufgabenliste.
- Bestätigen Sie schriftlich, sobald alle Mängel behoben sind.
Online-Ablagesystem nutzen
- Archivieren Sie Prüfprotokolle, Unterweisungsnachweise und Plakettenfotos in einer Fuhrparksoftware.
- Prüfen Sie regelmäßig, ob alle Dokumente vollständig und aktuell sind.
Wie unterstützt LeasingCockpit die UVV-Prüfung?
Viele Unternehmen verwalten ihre Prüftermine noch in Excel oder mit einzelnen Erinnerungen im Kalender. Das funktioniert bei wenigen Fahrzeugen, wird aber schnell unübersichtlich, sobald der Fuhrpark wächst oder an mehreren Standorten betrieben wird.
LeasingCockpit löst dieses Problem, indem alle Fahrzeuge, Verträge und Termine in einer webbasierten Oberfläche zusammengeführt werden.
UVV-Fristen immer im Blick
Im Dashboard legen Sie für jedes Fahrzeug die fällige UVV-Prüfung an. Das System erinnert Sie automatisch, bevor der Termin erreicht ist. Auch Zusatzprüfungen nach Umbauten oder Unfällen können Sie sofort eintragen. Damit vermeiden Sie, dass Prüffristen ablaufen und Fahrzeuge ohne gültige Nachweise im Einsatz sind.
Digitale Fahrzeugakte mit Prüfberichten
Jede durchgeführte UVV-Prüfung wird in der digitalen Fahrzeugakte dokumentiert. Prüfprotokolle, Reparaturberichte oder Fotos von Schäden lassen sich direkt hochladen. So haben Sie die gesamte Historie eines Fahrzeugs inklusive HU, Inspektionen und Versicherungsunterlagen an einem Ort.
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Welche Sonderfälle gibt es bei der UVV für Firmenwagen?
1. Fahrzeuge im Homeoffice
Wenn Beschäftigte Fahrzeuge dauerhaft von zu Hause aus nutzen, muss auch hier die UVV-Prüfung lückenlos eingehalten werden. Der Prüftermin lässt sich in LeasingCockpit zentral planen. Fahrer erhalten Erinnerungen rechtzeitig, auch wenn das Fahrzeug nicht am Standort des Unternehmens steht.
2. Anhänger und Aufbauten
Anhänger, Wechselbrücken oder Aufbauten gelten ebenfalls als Arbeitsmittel. Sie sind Teil der UVV-Prüfung und erfordern zusätzliche Prüfpunkte. In LeasingCockpit können Sie diese Objekte wie ein Fahrzeug anlegen und separat verwalten.
3. Elektrofahrzeuge
Bei E-Fahrzeugen kommen zusätzliche Aspekte hinzu, zum Beispiel Hochvolt-Systeme oder Ladeinfrastruktur. Auch diese Prüfungen lassen sich im System dokumentieren, sodass der Nachweis jederzeit verfügbar ist.
4. Mischflotten mit Pkw, Lkw und Maschinen
Viele KMU betreiben nicht nur Pkw, sondern auch Lkw oder Maschinen im Fuhrpark. Mit LeasingCockpit bilden Sie alle Objekte in einer Oberfläche ab und behalten so den Überblick über Prüffristen, Kosten und Verträge.
UVV Prüfung bei Firmenwagen – Häufige Fragen und Antworten
Was passiert, wenn die UVV-Prüfung bei Firmenwagen nicht durchgeführt wird?
Unterbleibt die vorgeschriebene UVV-Prüfung, drohen Bußgelder und Haftungsrisiken für das Unternehmen. Im Schadensfall kann die Berufsgenossenschaft Leistungen verweigern und die Geschäftsführung persönlich in Regress nehmen.
Wie unterscheidet sich die UVV-Prüfung von einer normalen Inspektion?
Eine Inspektion richtet sich nach Herstellervorgaben und deckt primär den technischen Zustand ab. Die UVV-Prüfung ergänzt diese Punkte um Arbeitsschutzaspekte wie Ladungssicherung oder Fahrerkabine und ist rechtlich vorgeschrieben.
Müssen auch kurzfristig gemietete Firmenwagen eine UVV-Prüfung haben?
Ja, auch Miet- und Leasingfahrzeuge, die gewerblich genutzt werden, unterliegen der UVV. Das Unternehmen muss sicherstellen, dass ein gültiger Nachweis vorliegt, bevor das Fahrzeug in Betrieb genommen wird.
Wie unterstützt LeasingCockpit bei Audits und Nachweispflichten?
In LeasingCockpit werden alle Prüfberichte revisionssicher in der Fahrzeugakte gespeichert. Bei internen Audits oder Kontrollen durch die Berufsgenossenschaft können die Nachweise sofort abgerufen und lückenlos vorgelegt werden.
Welche Vorteile bringt die Kombination von UVV-Prüfung und Führerscheinkontrolle in einem System?
Beide Pflichten greifen ineinander und betreffen denselben Verantwortungsbereich im Fuhrpark. Durch die gemeinsame Abbildung in LeasingCockpit entstehen weniger Medienbrüche und die Rechtssicherheit steigt.
Wie kann ein Unternehmen sicherstellen, dass auch Poolfahrzeuge rechtzeitig geprüft werden?
Poolfahrzeuge haben häufig wechselnde Fahrer, was die Organisation erschwert. Eine klare Terminplanung und digitale Erinnerungen sind hier entscheidend, um keine Fristen zu übersehen und die Fahrzeuge jederzeit einsatzbereit zu halten.
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